19. Februar 2026 by Alexandra Haber

Futtermittelallergie oder IBD? – Warum eine gründliche Diagnostik so wichtig ist – Teil 2

In unserer Praxis sehen wir immer mehr Patienten mit unspezifischen, aber belastenden Symptomen wie Juckreiz, Hautrötungen, wiederkehrenden Ohrenentzündungen, Haarausfall sowie Erbrechen, Durchfall, Schleim oder sogar Blut im Kot. Diese Beschwerden können viele Ursachen haben – besonders häufig stehen zwei Erkrankungen im Raum, die sehr ähnliche Symptome zeigen: Futtermittelallergien und IBD (Inflammatory Bowel Disease).

 

Futtermittelallergie – Wenn das Immunsystem auf Futter reagiert

Eine Futtermittelallergie entsteht, wenn das Immunsystem überempfindlich auf bestimmte Bestandteile des Futters reagiert. Häufige Auslöser sind tierische Eiweiße wie Rind, Huhn, Lamm oder Fisch – aber auch Getreide, Milchprodukte, Eier oder Zusatzstoffe 👀

 

Diagnose:

Der Goldstandard ist eine Eliminationsdiät über mindestens 6 Wochen besser 12 Wochen. Das Tier erhält dabei ausschließlich eine neue Proteinquelle plus eine neue Kohlenhydratquelle (z. B. Pferd + Pastinake, Känguru + Süßkartoffel). Alternativ können stark hydrolysierte Diäten eingesetzt werden. Bessern sich die Symptome, ist die Diagnose sehr wahrscheinlich gestellt. Wichtig: lebenslang konsequent allergenfrei füttern – kleine Fehler reichen für Rückfälle 🚫

 

Weshalb Futterberatung so entscheidend ist

Die richtige Ernährung ist bei beiden Erkrankungen zentral. Fachkundige Beratung hilft, geeignete Diäten zu wählen, Fehler zu vermeiden, Rückfälle zu verhindern und die langfristige Gesundheit des Tieres zu sichern 🐱

 

Ihr Kleintierzentrum Münchberg Team 🐾